Lebensraum gestalten

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00:00:05: Der Klimawandel.

00:00:18: Auf der Weltbühne scheint er derzeit immer mehr zum Randthema geworden zu sein, trotzdem ist er Realität – eine Realität die uns in den kommenden Jahren und Jahrzehnten massiv in unserem Lebensraum und in unserer Lebensqualität beeinträchtigen könnte.

00:00:31: Bereits jetzt ist klar das Pariser Klimaziel von vor zehn Jahren also ne weltweite Erderwärmung von weniger als ein Komma fünf Grad haben wir verfehlt!

00:00:39: Aber trotzdem scheint in Österreich immer wieder der Eindruck vorherrschend zu wirklich treffen, tut uns der Klimawandel noch nicht oder doch?

00:00:47: Welchen Einfluss kann denn der Klima-Wandel auf unseren Lebensraum hier in Österreich wirklich haben – oder hat er vielleicht bereits einen?

00:00:54: Unter anderem darüber sprechen wir in der heutigen Folge von Lebensraumgestalten.

00:00:58: Mein Name ist Laura Franz und ich darf euch heute durch diese Folge begleiten!

00:01:03: Gleich so beginnen was es denn so der Worst Case wie unser Lebensraum in Österreich sich in den nächsten Jahren durch den Klimawandeln verändern könnte….

00:01:12: Der Lebensraum hat sich schon sehr stark verändert.

00:01:15: Eigentlich muss man sagen, die Umweltbedingungen haben sich sogar radikal verändert.

00:01:21: Wir haben viel mehr Hitzetage und Tropennächte Und das wiederum bedeutet dass Übersterblichkeit zum Beispiel ganz stark zugenommen hat.

00:01:31: Das ist Simon Chanett erst Metrologin, aber nicht nur das.

00:01:34: Er ist auch Stadtklimatologe, Vorstand bei Climate Change Center Austria der Obmann von Klima-Kongreet und Geschäftsführer der Wetterpark GmbH.

00:01:42: Also er kennt sich wirklich aus.

00:01:44: wenn es darum geht wie können Mikro klima und die Qualität von Gemeinschaftspfächen Innenhöfen, Erdgeschusszonen und Nachbarschaftsräumen zusammenwirken?

00:01:52: Bekommt man denn als Metrologer und Stadtklamatologer ein direktes Feedback von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen?

00:01:58: Ja, auf jeden Fall.

00:02:00: Natürlich viel passiert in der Planung, in der Diskussion über Stadtplanungen und über Stadtgestaltung mit Landschaftsarchitektinnen oder Verkehrsplanerinnen.

00:02:13: Aber es gibt trotzdem immer wieder Formate bei denen wir auch teilnehmen wo man direkt mit Bevölkerung im Austausch sind und mit denen die einfach direkt betroffen von Veränderung sind wenn's darum geht dass Plätze neu gestaltet werden, wenn Stadtteile ungestaltet oder neu gestalten werden.

00:02:32: Aber auch in Forschungsprojekten, wenn es darum geht herauszufinden wie fühlt sich ein Stadtviertel an?

00:02:39: Wenn Veränderungen kommen was passiert dann und was kann man da machen?

00:02:43: Da haben wir festgestellt dass es immer wieder einen Austausch gibt das Austausche gewünscht ist.

00:02:48: Und wenn der Austauscher stattfindet dann ist er sehr lebendig sehr intensiv.

00:02:53: Es kommt noch einer kurzen Aufwärmphase sage ich, jetzt kommen dann viele Fragen und geht es um Verständnis.

00:03:01: Und dann ist für mich immer wieder das Interessante.

00:03:04: Dann sind eigentlich die ungestaltungswünsche recht radikal – teilweise radikaler wie das was eigentlich geplant war von denen also die vor Ort sind, vor Ort leben und mit neu gestalteten Umgebungen dann leben müssen.

00:03:18: Teilweise auch radikaler?

00:03:20: Was dann Schutz des Klimas betrifft?

00:03:23: Das ist ein wichtiger Punkt, also diese Begrifflichkeiten.

00:03:26: Für mich ist der Klimaschutz ganz was Zentrales.

00:03:28: Klimaschutz bedeutet dass also der CO-Zwei-Ausstoß radikal gesenkt werden soll bzw.

00:03:35: gestoppt werden soll und das haben wir in Österreich ja eigentlich auch als Ziel.

00:03:41: Und dann geht es um die Klimawandelanpassung, also um die Anpassung an die unausweichlichen Folgen von dem was eigentlich schon passiert oder passiert ist.

00:03:51: Oder was in den nächsten Jahren noch passiert im Sinne von dem dass man immer höhere Temperaturen bekommen und dadurch ganz ein anderes... ganz andere Umweltbedingungen haben.

00:04:01: Das heißt, bei einer Neugestaltung von zum Beispiel Freiraum muss man beides mitdenken.

00:04:06: Einerseits wie man das Klima schützen kann aber auch wie man schon anpasst für den Klimawandel der schon passiert ist?

00:04:12: Ja, es geht aber eigentlich darüber hinaus beim Klimaschutz.

00:04:16: Das ist für mich eine große strukturelle Fragestellung wo einfach Politik ganz stark gefragt Vorgaben zu machen, vorgaben zu geben damit eben Ziele dann eingehalten werden können bzw.

00:04:31: Aufziele hin gearbeitet werden kann.

00:04:34: bei der Klimawandelanpassung die passiert ganz oft ganz lokal.

00:04:38: da geht es darum wie wird eine Straße umgebaut neu gestaltet zum Beispiel wir werden Gebäude gebaut wie werden Stadtteile wenn sie neu gebaut werden?

00:04:48: Wie werden die denn aussehen?

00:04:51: aber auch ganz wichtig Wie ist das in der Bestandsstaat, also dort wo es schon Staat gibt?

00:04:58: Wie schaut die aus?

00:04:59: wie wird die umgestaltet so dass sie weiterhin lebenswert ist.

00:05:03: Gibt's da wenn sich die Menschen einbringen auch unterschiedliche Erwartungen jetzt je nach Bevölkerungsgruppe oder auch wenn man zwischen Stadt und Land unterscheidet.

00:05:12: Was ich mitbekomme ist, dass es einmal grundlegend so ist.

00:05:15: Dass am Anfang eher Zurückhaltung angesagt ist und dann aber vor allem wenn wir als Stadtklimatologen erklären was sind die Fakten?

00:05:24: Was passiert eigentlich?

00:05:25: Was erleben wir schon?

00:05:26: Dann wird eigentlich klar warum das Umgestaltung oder Neugestaltung notwendig ist.

00:05:32: Und gerade im Bestand ist es so wichtig und das ist auch vielen eigentlich schon recht klar, weil's einfach viel mehr heiße Nächte gibt.

00:05:41: Weil wir da einfach viele spüren, dass er sehr oft im Sommer richtig unangenehm oder schon störend ist

00:05:46: bzw.,

00:05:47: dass man eigentlich gar noch mal gut schlafen kann.

00:05:50: und wenn dieser erholsame Nachtschlaf eben fehlt Dann ist man am nächsten Tag nicht so fit und kann die hohen Temperaturen nicht gut raushalten, vor allem dann wenn es längere Hitzewellen gibt.

00:06:02: Es gibt ja Messungen und wenn man sich die Lufttemperaturmessungen anschaut der letzten ca.

00:06:08: hundertvierzig Jahre das in Wien gibt, dann kann man sich anschauen wie oft gibt's Tage an denen die Luftemperatur auf über dreißig Grad steigt?

00:06:18: Das nennt man dann Hitzetage.

00:06:21: drei Hitze Tage hintereinander vorkommen, dann spricht man von einer Hitzewelle.

00:06:25: Die Hitzewelle dauert denn so lange bis entweder wieder unter dreißig Grad fällt also wenn es nur einmal auf fünf oder zwanzig Grad fällt und am nächsten Tag dann wieder dreißzig Grad hat.

00:06:34: und wie das weitergeht ist immer noch die gleiche Hitze Welle.

00:06:37: genau das ist ja nicht so dass sie unterbrochen ist.

00:06:40: und wenn man sich da anschaut dann sieht man das zum Beispiel In Wien, an der Station Hohe Waart ist es gemessen worden in den Jahren von nineteenhundert bis neunzehnundzwanzig nur einmal neunzenhunderte Elfer dreitägige Hitzewelle gab.

00:06:53: Heute gibt es jedes Jahr Hitzewellen.

00:06:56: Die sind dann aber nicht drei oder vier Tage, sondern das sind dann zwanzig, dreißig, vierzig Hitzewellen Tage – also die sind nicht hintereinander dann, sondern im Halbjahr.

00:07:06: genau im ganzen Sommer sind es so viele Tage an denen es Hitzewälle gegeben hat.

00:07:11: Das bedeutet, dass die Stadt eigentlich nicht für dieses Klima gebaut ist, sondern damals wie viel gebaut worden ist in der Gründerzeit.

00:07:19: Da hat man sich um Hitze eigentlich keine Gedanken gemacht.

00:07:23: Da ist das viel mehr darum gegangen, wie kann man im Winter heizen?

00:07:26: Wie kann man die Häuser warm halten anstatt dass wir natürlich nicht überhaupt darauf schauen haben, wie geht man im Sommer damit um?

00:07:35: und nicht nur wie die Häuse innen geheizt werden sondern es ist ja nicht darum gegangen wie ist der Außenraum für die Hitze angepasst weil das eben überhaupt keine Frage war weil es so selten vorgekommen ist.

00:07:53: Das heißt, es ist dann das Bewusstsein dass es Veränderungen braucht im Bestand in städtischen Bereichen viel höher als im ländlichen Raum wo ja die Verdichtung bei Weitem nicht so groß ist?

00:08:03: Ja das könnte man meinen aber das ist nicht so.

00:08:05: In der Stadt ist es ja so dadurch da sie ganz viele Gebäude haben also viele Baumassen die sich aufheizen können und dann Versiegelung.

00:08:16: Der Boden ist also zu betoniert oder durch Asphalt auf der Straße versiegelt.

00:08:23: Der heizt sich auf durch die Sonneneinstrahlung unter Tages.

00:08:27: Der Boden, aber auch die Gebäude nehmen die Energie von der Sonne auf und speichern sie und geben es in den Nacht ab.

00:08:34: Dadurch ist in der Nacht dann die Lufttemperatur in einer dichten Stadt um einiges höher wie in der Umgebung – das nennt man den urbanen oder städtischen Wärmeinsleffekt.

00:08:45: Der wirkt auch im Winter.

00:08:47: da hat man in der Stadt den Vorteil dass man nicht so viel heizen muss wie im Umland.

00:08:51: Aber eben im Sommer sind das so vier, fünf, sechs Grad Temperaturdifferenz.

00:08:56: Und wenn es dann in der Umgebung im Umland achtzehn Grad hat und in der Innenstadt vierundzwanzig Grad, denn ist das doch ein Riesenunterschied vor allem was das eben bedeutet wie kann man lüften?

00:09:06: Wie ist das?

00:09:08: So ein Effekt hat man natürlich immer Dorf nicht unbedingt, weil eben viel weniger versiegelt ist.

00:09:14: Weil ich nicht so viele Gebäude habe die sich so stark aufheizen könnten und dann in der Nacht aber die Energie abgeben.

00:09:22: Aber was ich am Land auch habe ist die Sonneneinstahlung unter tags und die hohen Lufttemperaturwerte.

00:09:29: Und wenn ich dann unter tags draußen bin Dann geht es vielmehr um die gefühlte Temperatur und nicht um die luftemperatur.

00:09:38: Und die gefühlte Temperatur, das weiß jeder.

00:09:41: Jeder sagt der Hausverstand.

00:09:44: Wenn es heiß ist und nicht in der Sonne ist, ist einfach viel gefühlt, viel heißer wie wenn ich in den Schatten gehe.

00:09:50: Ob das jetzt dann Gebäudeschatten oder Baumchatten?

00:09:53: Das ist ja normal im ersten Schritt schon egal weil's einfach darum geht, wenn ich aus der Sonnen rausgehe, dann habe diesen Strahlungs-Input also diesen Energieinput von der Sonme weg Und dann fühlt sich es viel kühler an.

00:10:07: Das können unter dem Baum, können das zu einem Fünfzehn Grad gefühlte Temperatur als Differenz sein.

00:10:14: Aber das heißt, am Land geht es dann darum eben wie schafft man Maßnahmen dass die Leute sich draußen wenn sie sich draußen aufhalten wohler fühlen?

00:10:21: und in der Stadt gibt's drum wie schaft man es dass die Nächte erträglich bleiben?

00:10:24: In der Stadt muss ich sogar auf beides schauen.

00:10:27: Und in der Stadter ist es natürlich auch so statisch.

00:10:30: divers ist groß.

00:10:32: da gibts unterschiedlichste Herausforderungen, aber auch Erwartungen aus der Bevölkerung.

00:10:38: Was die Staat leisten soll oder was Freiraum in der Stadt leisten soll?

00:10:42: Ich kann mir vorstellen es soll Plätze geben die zum Beispiel eben schon versiegelt sind weil ich dort Veranstaltungen machen möchte weil ich die dazu brauche.

00:10:52: Aber das wird ein netter Platz sein wo ich mich bei sixer drei ist grad und starke Sonneneinstrahlung Stundlang aufhalten werde.

00:11:00: Und was kann man denn da tun?

00:11:01: Wie kann ein Lebensraum so gestalten, dass die Lebensqualität wieder höher wird trotz Klimawandel?

00:11:06: Ja, da geht es immer ganz stark.

00:11:08: Denn darum wie ist die Nutzung?

00:11:10: Weil wir gerade davon geredet haben vom Land.

00:11:13: Da geht's natürlich darum wenn ich einkaufen gehe zum Beispiel und wenn man daran denken möchte sie im Umweltverbund machen also zu Fuß gehen mit dem Rad fahren nicht das Auto nutzen weil dort habe ja wieder dann den CO²-Ausstoß wenn ich nicht mehr im Elektroaut unterwegs bin dann möchte ich eigentlich dafür schauen oder dafür sorgen, dass sie so gehen kann.

00:11:35: So mit dem Rad fahren kann das eben mehr Glücks beschattet bin.

00:11:38: Es können natürlich auch Akkaden sein.

00:11:40: Das müssen nicht Bäume sein.

00:11:42: Bäume bringen halt auch noch andere sehr viele positive Effekte und dadurch kann er erreichen, dass man aufs Fursum im Rad zum Beispiel die alltäglichen Wege erledigen kann.

00:11:55: Oder es gibt aber noch andere Anpassungsmöglichkeiten.

00:12:00: Nicht nur baulich oder dadurch, dass ich Bäume pflanze.

00:12:03: Man kann natürlich auch die Erledigungen auf eine andere Tageszeit verschieben.

00:12:08: Man könnte am Abend einkaufen gehen.

00:12:11: Aber das bedeutet natürlich wirklich eine starke Veränderung und auch gesellschaftspolitische Veränderungen weil dann müssen wir unseren Alltag ganz anders organisieren.

00:12:19: Weil dann Lebensmittelgeschäfte auch am Abend... Ich sage jetzt mal, bis Mieternacht offen haben müssten quasi.

00:12:27: Wie organisiert man das?

00:12:28: Weil Leute die in Lebensmittelgeschäften arbeiten, haben zum Beispiel Betreuungspflichten.

00:12:33: ist dann der Kindergarten offen am Abend?

00:12:35: oder wie stellen wir uns das vor?

00:12:37: Also es ist doch einfacher Bäume zu pflanzen, ein Karten zu bauen und baulich

00:12:41: was

00:12:41: zu tun.

00:12:42: Das kommt für mich darauf an, wie stark der Klimawandel ... wirklich hießt, wie wir es begrenzen können.

00:12:49: Weil wenn's einfach viel heißer wird, viel häufiger heißer ist die Lufttemperatur höher und dann wird das mehr zur Belastung.

00:12:58: Dann kann ich nicht nur durchschatten arbeiten.

00:13:00: Das muss einfach hintereinandergreifen.

00:13:04: Es wird notwendig, dass man nicht nur ein Segment oder einen Bereich herausnehmen, wo wir Anpassung machen, sondern es wird ganz viel betreffen müssen auf was wir schauen werden.

00:13:15: Also Lebensraum gestalten und Leben neu gestalten könnte

00:13:18: im Klimawandel vorsehen?

00:13:19: Genau, das ist sicher guter Wahlspruch quasi, Lebensraum und Lebensablauf quasi umgestalten weil es eben dann darum geht diese komplett neuen oder anderen Umweltbedingungen reagieren müssen.

00:13:38: Wie ist denn das, wenn man sagt jetzt kommt es zu einer Umgestaltungsphase?

00:13:41: Kommt da auch zur Inputs von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen unter anderem den zwanzig bis vierzigjährigen die ja die Konsequenzen in Zukunft noch am stärksten spüren werden.

00:13:51: bei Projekten, die wir jetzt durchführen oder auch wo es Bürgerbeteiligungen gegeben hat ist eigentlich diese Bevölkerungsgruppe in dem Alter unterrepräsentiert.

00:14:01: Es sind ehere Leute, die schon in Pensionen sind und die vielleicht sich auch die Zeit nehmen oder das Interesse haben.

00:14:08: Man probiert auch wann's besser klappt ist wenn man natürlich darauf schaut dass Zeiten wählt, wo man Beteiligungsformate macht die nicht unbedingt unter Tag sind sondern je am Abend sind.

00:14:21: So dass es leichter möglich wird wenn man zum Beispiel arbeitet und dann nachmittag von zwei bis fünf sich frei nehmen müsste zb was wir auch festgestellt haben das ganz wichtig ist viel mehr aufsuchende Veranstaltungen zu machen oder auf suchende Bürgerbeteiligung.

00:14:38: das bedeutet In dem Gretzel, wo man zum Beispiel was ändert wirklich unterwegs ist.

00:14:44: Nicht nur einlädt und sagt kommt zu uns sondern dass man in Cafés geht, in Lokale geht mit Leuten ins Gespräch kommt.

00:14:52: schaut das man wo gibt es über dieses lokale Wissen dann herauszufinden probiert?

00:14:59: Wo könnte man noch Leute treffen die interessiert sind Jüngere einbinden also Schülerinnen und Schülern die ihren Schulweg zB haben Bildungseinrichtungen anspricht in den Schulen, in den Kindergärten.

00:15:14: Das bedeutet aber dass das viel mehr Aufwand ist.

00:15:17: Es geht nicht einfach, dass man es festlegt.

00:15:20: Das mache ich am siebzehnten Februar von vierzehn bis siebzen Uhr und dann ist die Beteiligung quasi abgehakt.

00:15:25: Sondern ich muss natürlich viel mehr Zeit dafür aufwenden.

00:15:28: Wir haben aber festgestellt, dass das wirklich viel bringt und dass dann das Feedback einfach gut ist und hoch

00:15:36: ist.

00:15:36: ist jetzt nicht nur notwendig, staatliche regulative Maßnahmen zu setzen sondern wirklich einen Partizipationsprozess in gemeinsamen Austausch zu schaffen.

00:15:44: Ich würde es jetzt nicht gegeneinander ausspielen oder also gegeneinander hinstellen.

00:15:49: ich finde die Regulatorien sind extrem notwendig.

00:15:53: das einfach aus dem Grund damit man gleiche fähre Ausgangsbedingungen hat für Bauträgerinnen und Bauträger, für Bauherren, für Immobilienentwickler Und dann aber auch wenn Städte sich anpassen sollen oder Gemeinden und Dörfer, die brauchen ja das notwendige Budget dafür.

00:16:13: Wenn es kein gesetzliches Regularium gibt, dann gibt's auch kein Budget.

00:16:20: Das haben wir immer wieder festgestellt dass dieser große Herausforderung ist, dass er einfach noch unklar ist.

00:16:27: Wo kommt das Geld dafür her, dass man sich ein Klimawandel anpasst?

00:16:31: In manchen Bereichen, wenn wir weggehen von der Hitzeanpassung.

00:16:35: Wenn wir zum Beispiel Hochwasser anschauen... Da ist es schon viel klarer und da gibt's einfach immer wieder Hochwasserkatastrophen gegeben.

00:16:42: Und da ist schon recht klar Wilbach-Hunlawinen-Verbauung

00:16:45: z.B.,

00:16:46: da gibts die Strukturen vom Bund bis zur Gemeinde über alle Föderalismusebenen.

00:16:51: Da ist eigentlich klar, wo wird das Budget verhandelt?

00:16:55: Wie geht man damit um?

00:16:56: und dadurch dass Hitze etwas ist, was lange Zeit nicht relevant oder im Vordergrund gestanden ist.

00:17:02: Dadurch muss man es jetzt viel mehr regulieren und sich dadurch noch aushandeln wie wir mit dieser Fragestellung umgehen.

00:17:14: Ist es dazu auch notwendig, dass es noch heißer wird?

00:17:16: Weil du hast gerade gesagt, das gab schon viele Hochwasser- und Lawinenkatastrophen in Österreich.

00:17:21: Das ist einfach präsent in den Köpfen!

00:17:23: Und muss die Hitze noch unerträglicher und noch präsenter werden.

00:17:27: damit was passiert auf gesetzlicher Ebene?

00:17:29: Also wir können uns das Beispiel anschauen im Frankreich.

00:17:32: Da gab's zwei Tausend drei große Hitzewelle Und das ist auch die größte Naturkatastrophe, was Todesopfer anbelangt über siebzig Tausend Tote in Europa aufgrund dieser Hitzewelle.

00:17:45: Aber es ist eben nicht so, dass diese Todesopfer leicht sichtbar sind.

00:17:50: Sondern die sieht man erst hinterher in ihrer Statistik nämlich durch die sogenannte Übersterblichkeit.

00:17:56: Also man schaut sich... Man muss nicht mehr

00:17:57: Menschen sterben als normalerweise im Durchschnitt.

00:17:59: Genau!

00:17:59: Man schaut sich im drauf folgenden Jahr an wie viele Leute sind gestorben und dann kann man feststellen, da sind vielmehr gestorbt wie eigentlich immer Jahre in den letzten Jahren oder Jahrzehnten Und dadurch ist das nicht so präsent in Frankreich, vor allem in Paris.

00:18:13: Es ist aber sehr wohl sehr präsend geworden – im Jahr two-thausend drei.

00:18:17: Weil einfach alle überlastet waren und es hat so viele Tote gegeben, dass die Kühlhäuser nicht mehr ausgereicht haben.

00:18:25: Es gab viele Toten bzw.

00:18:27: es war natürlich auch sehr viele, die dann in den Spitälern betreut werden mussten Und da waren aber viele auf Urlaub, die in Spitälern arbeiten.

00:18:35: Also Pflegerinnen und Pflegaer, Ärztinnen und Ärzte.

00:18:39: Dadurch waren sie total überlastet und dadurch hat Frankreich richtig gespürt was so eine Hitzewelle bedeutet.

00:18:47: Haben Sie die entsprechenden Maßnahmen auch getroffen?

00:18:48: Genau!

00:18:50: Das ist ja das, wenn wir heute hören.

00:18:52: Wir hören jetzt von Paris dass die Mobilität ganz anders geworden ist und das ist etwas was einfach da miteinander hineinspielt weil wenn jemand vorstelle ich möchte Städte anpassen dann habe er nicht einfach den Platz in der Stadt und ich hab also sogenannte Flächenkonkurrenz.

00:19:09: Ich habe eine Straße und kann die Häuser nicht auseinander rücken sondern die Straße ist so breit wie sie ist Und jetzt will ich aber da zum Beispiel Begrünung und Bäume reinbringen.

00:19:19: Ich habe aber jetzt schon bestimmte Nutzungen, oftmals ist das Auto, das dort parkt beziehungsweise Fahrspuren, dass ich mit dem Auto fahren kann und so nimmt eine Mobilitätsform extrem viel Platz ein und das muss sich verändern.

00:19:34: und wenn ich dann diese Mobilität formen verändere also dass man mehr zu Fuß geht, mehr im Radfahrt, mehr mit dem öffentlichem Verkehr unterwegs dann gewinne ich Platz für Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen.

00:19:47: Und das ist der Ass, was man jetzt so stark hört aus Paris – dass sich da so viel tut und so viele mit dem Rad fahren, jetzt sind es viel weniger Autos unterwegs sind, dass Parkplätze aus der Stadt hinausgebracht werden quasi.

00:20:00: Das wird aber eben gemacht, damit man viel mehr Platz hat für Begrünung von der Stadt, damit wir viel mehr Bäumen in die Stadt einbringt, damit sie sich nicht zu stark aufheizt dann nicht wieder zu einer Klimakatastrophe kommt, eigentlich wie diese Hitzewelle.

00:20:23: Es gibt bei solchen Sachen natürlich auch immer viele Widerstände.

00:20:26: Muss man da den Menschen noch mehr erklären welchen Wert?

00:20:29: Doch zum Beispiel eine Dorferneuerung, eine Ortskernrevitalisierung oder eben Klimaschutzanpassungsmaßnahmen bauliche Veränderungen – welchen wert die haben?

00:20:39: Wir haben die Praterstraße umgestaltet und umgebaut unter unterschiedlichste Klimawandelanpassungsmaßnahmen.

00:20:46: durchgeführt und das Gute ist ja dann, dass viel Belebter ist an die Straße im Anschluss.

00:20:52: Weil es einfach viel mehr Platz gibt unter Bäumen wo's angenehm ist weil man draußen sitzen kann, weil auf einmal Platz gewonnen wurde damit auch ein Gasgarten gibt beim Lokal.

00:21:02: Und wenn man jetzt im Sommer die Bratastraße mit dem Rad entlang fährt Dann ist da voll viel los.

00:21:07: Da sitzen Leute und da hörst du wie es diskutiert wird.

00:21:11: Du hast Platz zu mit dem Fahrrad fahren.

00:21:14: Ich bin da öfter mit meinem Sohn unterwegs, wenn wir von der alten Donau fahren und nach dem Schwimmen.

00:21:19: Da verweilt man den auch gerne, da bleibt man stehen und da merken denn alle, ah, da hat sich jetzt was geändert?

00:21:25: Da gibt es einen Mehrwert!

00:21:26: Das ist ganz anders wie wenn viele Autos unterwegs sind, wenn Straßenverkehrslärm überhand nimmt Daum muss man sagen, so wird es dann schon gemerkt.

00:21:39: Also das ist nicht etwas was man einfach sagen kann oder abfragen kann sondern eigentlich wird dadurch entschieden wo ich einen Platz oder Straße belebe.

00:21:49: Das heißt

00:21:50: eigentlich hast du die Nachhinein merkt man es dann immer

00:21:52: mehr wert?

00:21:53: Richtig und es gibt Leute die sich aber gut rauskennen, die Spezialistinnen und Spezialisten sind dafür.

00:22:00: Das schon lange machen und dann eben sagen können wir müssen Straßen oder Plätze oder eben Lebensraum gestaltet werden damit das dann eben passiert.

00:22:09: Damit man dann das spürt dieses blühende Leben dass man trotz heißeren Zeiten in der Stadt haben kann.

00:22:17: Gibt

00:22:18: es ein paar Standards wo man sagt mit denen gelingt eigentlich immer dass ein Mehrwert entsteht?

00:22:23: Ja, der Standard ist jetzt nicht an technischer Standards sage ich mal.

00:22:26: Sondern für mich ist das Standard, dass es interdisziplinäre Teams braucht also Teams die aus unterschiedlichen Fachrichtungen miteinander zusammenarbeiten.

00:22:37: Es ist sicher vorbei, dass man einfach sagt an den Straßenraum wird umgestaltet und das macht die Stadtverwaltung so wie man es einfach immer gemacht hat.

00:22:46: Sondern was es braucht ist das Landschaftsartitektur, Verkehrsplanung, Stadtklimatologie, Stadtplanung... Dass sie zusammenarbeiten und dass das Hand in Hand geht weil dann klappt es nämlich für die lokalen Gegebenheiten plant.

00:23:05: Es sind ja nicht die Maßnahmen gegen Hitze zum Beispiel an jedem Standortiegleichen, sondern das hängt eben ganz stark ab wo ich bin im Dorf oder in der Stadt und in welcher Stadt ich bin weil die naturräumlichen und die staaträumliche Gegegenheiten an jedem Platz in jeder Straße anders sind.

00:23:26: Ich möchte es mit einem Beispiel bringen.

00:23:29: In Wien gibt's sogenannte Kaltluftschneisen, da kommt kalte Luft aus dem Umland in die Stadt heran.

00:23:36: Zum Beispiel

00:23:37: von Wienerwald

00:23:37: zum Beispiel?

00:23:38: Genau im Svintal ist ganz eine bekannte Kalkluftschneise, dort gibt es die Kalk lufte Entstehungsgebiete, die sind außerhalb der Stadt.

00:23:46: dann gibt's das Viental als Kalk-Luftschneise und dann gibts die Wirkgebiete also dort wo denn die Kark lufte ankommt und was sie dann hilft.

00:23:53: Und dann gibt es aber große Teile in der Stadt, wo nie ein Kaltluft hinkommt.

00:23:57: Wo auch kein Kaltluft entsteht – das ist zum Beispiel in Favoriten sind das große Teilen.

00:24:03: Aber am Gürtel entlang gibt es große Bereiche, wo kein Kallluft hin kommt und je nachdem ob ich jetzt insommergebiet bin was Kalt Luft gibt oder was eben keine gibt muss ich unterschiedliche Maßnahmen setzen bzw kann ich von dieser Kalt luft profitieren die in danach kommt.

00:24:18: Und dann muss ich schauen, dass diese Kaltluft möglichst nicht abgeschwächt wird.

00:24:22: Also

00:24:22: zum Beispiel kein großen Wohnblock hinstellen?

00:24:24: Genau.

00:24:24: und wenn der so steht das er die Kalt luft wie.

00:24:28: man kann sich das also vorstellen wir wie ein kleines Bechlein wo was Wasser rieht und dass man jetzt einen Staudamm-Bautor drin.

00:24:35: und wenn mir vorstellt das Staudam das wäre eine Gebäude quer zur Strömungsrichtung steht oder zur Wasserrichtung, zur Kaltluftrichtung quasi.

00:24:46: Dann hält die die Kalt Luft auf und alle die dann stromabwärts leben, die bekommen dann keine Kalt luft mehr oder nicht so kühle kalte luft.

00:24:55: Und das macht es eben dann zu Spanern so interessant in somit interdisziplinären Team miteinander dranzuarbeiten.

00:25:04: was passt für den jeweiligen Standort jetzt gerade am besten?

00:25:08: Ich habe zum Beispiel eine Umgestaltung, dann stelle ich beide anders hin so dass mehr kalte Luft in der Nacht hineinkommt.

00:25:15: Dann schaue ich das die Kaltluft z.B.

00:25:17: möglichst hoch wird, dass sie nicht nur die unteren Stockwerke sondern auch höhere Stockwerken erreicht und dann schau ich dass ich möglichst unversiegelt bin weil dadurch wird die Kaldluft nicht abgeschwächt sondern die behält ihre Wirkung.

00:25:31: und so gibt es dann einen ganzen Strauß an Maßnahmen gemeinsam mit Begrünung gemeinsam mit der Entziegelung, die man treffen kann damit es eben lebenswert wird.

00:25:44: Noch einmal kurz zum Thema Klimapolitik.

00:25:47: Die Wien-Süd hat sich als gemeinnützige Bau und Wohnungsgenossenschaft an mehreren Forschungsprojekten wie Urban Heat Quality Cool City oder Well Act von der Boko Wien unter TU Wien beteiligt.

00:25:57: Haben denn solche Projekte auch Auswirkungen auf serialen Prozesse in der Klimapolitik?

00:26:02: Und die echten politischen Maßnahmen?

00:26:04: Auf jeden Fall gerade diese Austin Climate Research Projekte, die ACRP-Projekte.

00:26:10: Da sind in den letzten Jahren viele gemacht worden, die eben Grundlage sind genau für solche Betrachtungen und für solche Planungen.

00:26:20: Das ist jetzt so dass man dann Forschungsergebnisse direkt gleich nutzen kann.

00:26:25: Am besten ist natürlich wenn diejenigen, die das erforschen auch gleich dann in der Umsetzung wieder beteiligt sind.

00:26:31: es probieren wir über Wetterpark zu machen dass man so immer parallel zwei bis drei Forschungsprojekte laufen haben also dass man da mit beteiligen oder selber machen.

00:26:41: Darum finde ich das auch gut, wenn die Wien Süd das macht.

00:26:44: Weil wenn man involviert ist und mit dabei ist dann hat man einfach aus erster Hand diese Informationen kann sie gleich umsetzen und nutzen.

00:26:52: Ich find' dass grad in den letzten Jahren sich das gezeigt hat, dass die Forschung auch das aufgreift, dass es eben besonders heiß ist, dass das um Starkregen geht, dass darum geht nicht nur aus der klimatischen Perspektive.

00:27:07: also Es geht nicht nur darum, um wie viel wird es heißer oder um wieviel nimmt der Starkregen zu.

00:27:14: Sondern es geht dann auch darum, wie wirkt sich das aus?

00:27:18: Nämlich auf die Vulnerabilität zum Beispiel – was heißt das wieder?

00:27:22: Da geht's darum... Bei Hitze ist es so, dass besonders alte Menschen bzw.

00:27:27: ganz junge Menschen besonders betroffen sind.

00:27:30: Es geht wirklich danach darum, dass man schaut wie wirkt sich das auf das reale Leben aus?

00:27:33: Genau

00:27:34: ja und wenn man dann sich zum Beispiel anschaut gibt's Orte wo besonders viele ältere Menschen leben Dann haben die natürlich eine höhere Betroffenheit, eine höhe Vulnerabilität Und können dort z.B.

00:27:47: gezielten Maßnahmen setzen.

00:27:49: Oder wenn es darum geht, wenn ich ab Pflegeheim oder Altersheim mir aussuchen kann, wo ich es hinbaue in der Stadt.

00:27:56: Dann könnte zum Beispiel schauen dass das am Ort ist, wo eben besonders viel Kaltluft habe und das wird ja bei den Forschungsprojekten auch angeschaut.

00:28:05: wie spielt da also diese sozialen Fragestellungen die klimatischen Frageställungen die Mobilität plus der Landschaftsarchitektur?

00:28:15: Wie spielt das alles zusammen?

00:28:19: Jetzt ist es aber auch so, dass ganz viele Maßnahmen wo es gerade um Beteiligung geht von Bürgerinnen und Bürgern rund um das Thema Klima zum Beispiel der Klimarat im Sand verlaufen.

00:28:28: Wie wichtig ist es da eben kein Rad nicht passiert?

00:28:29: Und die Politik hier auch mehr auf das eingeht was die Initiativen von den Menschen sind.

00:28:34: Also beim Klimarad.

00:28:36: da ist für mich wichtig Da gibt's unterschiedliche Formate.

00:28:39: Es gibt wissenschaftliche Klimabeiräte oder Klimareite mit mehreren Gremien Dann gibts So wie Bürgerinnenräte, also dass Bürgerinnen und Bürgern gelost werden bzw.

00:28:52: eingeladen werden in einen Rat wo man dann sich mit dem Thema auseinandersetzt und beschäftigt und dann formuliert was es für Empfehlungen an die Politik zum Beispiel gibt.

00:29:03: so ein Klima-Bürgerinnenrat haben wir ja gehabt in Österreich Genau

00:29:07: den habe ich gemeint.

00:29:07: der ist im Pfad verlaufen.

00:29:09: eigentlich die Maßnahmen wurden nicht umgesetzt.

00:29:11: Richtig und da ist es natürlich so, dass das etwas ist wo Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den BürgerInnenrat oder dem Klima-Rat wie er Kaisen hat begleitet haben.

00:29:23: Und dann hat sie ja von den Bürgerinnen und Bürgern Empfehlungen gegeben – ich glaube fast hundert Stück!

00:29:29: Und leider sind da wenige oder gar keine von der Politik aufgenommen worden.

00:29:35: Wobei denke ich, dass das ja genau die große Herausforderung ist.

00:29:40: Warum das nicht passiert?

00:29:41: Weil wir haben ja schon relativ hohen Leidensdruckes.

00:29:44: Es ist ja nicht so, dass es nicht heißer geworden wäre.

00:29:47: Es is ja nichtso, dass man da Starkregen hätten und noch nie dargewäsende Niederschlagsereignisse zum Beispiel.

00:29:56: Meine Einschätzung ist, dass dies einfach für viele in der Politik noch zu wenig opportun ist und da Maßnahmen zu setzen.

00:30:05: Also mit Klimawandel gewinnt man keine Stimmen?

00:30:07: Genau, das kostet Geld!

00:30:09: Da muss man ein Budget zur Verfügung stellen... Klimaschutz.

00:30:12: Genau.

00:30:13: Nein es ist beides.

00:30:14: oder der Klimaschutz wäre nämlich so dass man lokale Wertschöpfung generieren könnte, dass man unabhängiger ist von Ausgaben für fossile Energie.

00:30:25: Der Herr Habeck hat das letzte Interview gesagt, dass wir in Europa pro Jahr auch vierhundertfünfzehn Milliarden Euro für fossile Energien ausgeben und ins Ausland transferieren quasi.

00:30:35: Also da kann man wirklich viel dornen mit dem Geld.

00:30:38: also ich glaube, dass es da schon Möglichkeiten gibt und dass da wirklich viele Benefits und Co-Benefits gehoben werden könnten Auch was den Namen belangt, wie passen wir uns eben an diese neuen Umweltbedingungen an.

00:30:53: Das muss mehr ins Bewusstsein von Politikerinnen und Politikern noch

00:30:56: sein.

00:30:56: Und nun ist sich das schon ganz stark dass es gerade an der Politik liegt da die richtigen Weichenstellungen zu treffen, weil das nicht etwas ist was jeder einzelne und einzelne von uns machen kann.

00:31:10: Ich vergleiche das immer mit dem U-Bahnbau.

00:31:12: Das bringt nichts dass wir uns miteinander ausmachen Bau mal u-Bahnen und jeder nimmt Schaufel und Pickel und fängt an Graben sondern da brauche ich ein Prozess dahinter.

00:31:20: es muss geplant werden.

00:31:22: Da brauche Leute die sich professionell damit beschäftigen und gut auskennen.

00:31:26: Und dann klappt's mit dem u-bahnbau natürlich dadurch dass man alle Steuern zahlt und dass es da Geld gibt, das dann gemeinschaftlich investiert wird.

00:31:36: Und so müsste eben auch sein wenn's um Klimaschutz und auch um Klimawandelanpassung geht.

00:31:42: Und dann ist auch in Zukunft ein Leben mit Lebensqualität in einem schönen Lebensraum möglich.

00:31:46: noch in Österreich?

00:31:48: Ja, das ist für mich immer schwierig!

00:31:50: Was kann man da oder wie kann man das so sagen?

00:31:53: Wir haben aufgehört zu sagen, dass wir die Lebensqualität verbessern wollen.

00:31:56: Sondern eigentlich muss man sie probieren zu erhalten.

00:31:59: Wie müssen Schauer das?

00:32:00: aufgrund dessen, wie stark wir schon das Klima verändert haben, dass man eigentlich einen lebenswerten Lebensraum gestalten sollten und es wird nicht einfach sein, dass immer alles besser

00:32:15: wird.

00:32:15: Aber den Standard halten, das kann gelingen!

00:32:17: Da bin ich ein bisschen pingelig, weil Lebensqualität und Lebensstandards sind für mich wieder zwei unterschiedliche Sachen.

00:32:23: Und da ist für mich auch die Frage ob der jetzige Lebensstandard, ob das erstrebenswert ist?

00:32:30: Bei der Qualität bin ich sofort dabei aber das muss man sich... viel mehr ausdiskutieren, dass ich eben auch die eigentlich des Politik viel mehr ansprechen müsste.

00:32:38: Dass man das miteinander ausdisktiert was ist unsere Lebensqualität die wir gerne haben möchten.

00:32:44: wie soll es sein?

00:32:46: Wie wollen wir leben?

00:32:48: Da gibt's übrigens auch schon aus der Forschung richtig viel Material dazu.

00:32:53: da gibts Berichte dazu.

00:32:55: da gibt zum Beispiel ein bericht wie mit hoher Lebensqualitäter Leben ausschauen kann.

00:33:00: Strukturen für ein klimafreundliches Leben hast du der Bericht.

00:33:03: Also da gibt es schon einiges zum Nachlesen, wie das gelingen kann und was man dort tun

00:33:08: könnte.".

00:33:09: Dann sage ich Danke Simon für deine spannenden Einblicke!

00:33:11: Ja danke auch, hat mir voll taugt miteinander zu diskutieren.

00:33:15: Das war ein Gespräch mit Simon Tchanet.

00:33:30: Weiterführende Links und Informationen zu unserem Gast findet ihr in den Shownotes.

00:33:35: Lebensraumgestalten ist eine Produktion von Art Verlangs im Auftrag von Winsüd, Redaktion Gerhard Annez Huber, Produktion Schnitt- und Sounddesign Kasper Ariens, Moderation ich Laura Franz.